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DIE WERNER OTTO STIFTUNG

Die Werner Otto Stiftung wurde 1969 von dem Hamburger Kaufmann Professor Dr. h. c. Werner Otto aus privaten Mitteln als rechtsfähige Stiftung bürgerlichen Rechts errichtet.

Vom Senat der Freien und Hansestadt Hamburg ist die Stiftung als gemeinnützig anerkannt, sie unterliegt der Senatsaufsicht. Ihr zugedachte Zuwendungen sind steuerlich abzugsfähig.

Zweck der Stiftung ist die Förderung der medizinischen Forschung an Hamburger Krankenhäusern, insbesondere am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf durch geldliche Zuwendungen.

Oberstes Prinzip bei allen Aktivitäten der Stiftung ist es, dort zu helfen, wo andere Mittel nicht ausreichend oder nicht rechtzeitig zur Verfügung stehen.

Seit ihres Bestehens hat die Stiftung für eine Vielzahl medizinischer Vorhaben, die sowohl der Forschung als auch der Heilung dienen, einen Betrag von rund 22,2 Mio. € zur Verfügung gestellt.

Die Fähigkeit, unternehmerisch schnell entscheiden und wirkungsvoll handeln zu können, ist eine der Stärken jeglicher privater Stiftungsaktivitäten, im Falle der Werner Otto Stiftung speziell auf dem medizinischen Sektor. Neben die staatlichen Leistungen tritt der verpflichtende Bürgersinn, der dort Initiativen entwickeln kann, wo die Mittel der öffentlichen Hand durch die Vielzahl der Verpflichtungen beschränkt sind.

Die bisher wichtigsten und größten Vorhaben der Werner Otto Stiftung sind:

Gerade kranke und behinderte Kinder und ihre Familien sind vom Schicksal hart betroffen. Da sie jedoch eine relativ kleine Bevölkerungsgruppe darstellen, die auf der staatlichen Prioritätenliste nicht obenan stehen kann, sind hier privates Engagement und Hilfsbereitschaft besonders wichtig.

So sind über 47.000 Kinder, die mit Behinderungen geboren wurden oder zum Beispiel durch Straßenunfälle schwere und schwerste Schädigungen davongetragen haben, seit Bestehen des Werner Otto Institut von erfahrenen Ärzten und Therapeuten behandelt worden.

Allein im Jahr 2011 sind am Institut ca. 28.000 Behandlungseinheiten durchgeführt worden, und sie betreffen Kinder vom Säuglings- bis ins Schulalter. Es ist ein jährlicher Zuwachs von über 1.300 neuen Patienten zu verzeichnen.

Das Ziel der Sozialpädiatrie liegt in der Verhütung, Heilung oder Linderung von Störungen oder Schädigungen, die zu noch schwereren Behinderungen und damit auch Belastungen des Kindes, später auch des Erwachsenen, führen können. Die Arbeit am Werner Otto Institut bedient sich weitgehend der verschiedenen Verfahren der Frühdiagnose und Frühbehandlung, die schon zu beachtlichen Erfolgen geführt haben; Erfolgen, die den betroffenen Kindern in ihrem schweren Leiden helfen, Familien unsagbare Sorgen und Belastungen erleichtern und zugleich der Allgemeinheit jahrzehntelange Heimkosten ersparen.

Eine grundlegende Umgestaltung und Erweiterung des Werner Otto Instituts wurde im Jahr 2002 abgeschlossen. Dieses Vorhaben mit einem Investitionsvolumen von ca. 5 Mio. € wurde mit einem Betrag von rund 4,5 Mio. € durch die Werner Otto Stiftung gefördert.

Am Behandlungszentrum für Krebskrankheiten im Kindesalter in Eppendorf sind pro Quartal ca. 600 Kinder mit Krebserkrankungen in ständiger Betreuung.

Der jährliche Zugang an Neuerkrankungen entspricht mit rund 120 Patienten einem Einzugsgebiet von rund 5 Mio. Einwohnern.

In den 70er Jahren ist es gelungen, bei den Krebskrankheiten des Kindes- und Jugendalters mit neuen Behandlungsmethoden einen Durchbruch zu hohen Heilungsraten zu erreichen. Mit Einführung molekularbiologischer Methoden der Krebszellforschung ist es dann in den 80er Jahren möglich geworden, wesentliche Einblicke in die Entstehungsweise maligner Erkrankungen und in die Entwicklung und Verhütung der Therapieresistenz von Krebszellen zu erhalten. Dadurch lassen sich weitere Fortschritte durch Anpassung der Behandlung an das individuelle Krankheitsrisiko erzielen. Je nach Krankheitsart werden heute Heilungsraten zwischen 50 und mehr als 95 % erreicht.

Für hervorragende wissenschaftliche Leistungen wird alle 2 Jahre der Preis der Werner Otto Stiftung zur Förderung der medizinischen Forschung an in Hamburg tätige Wissenschaftler verliehen, und zwar 1. für "Klinische Forschung" und 2. für "Grundlagenforschung", der für das Jahr 2013 mit je € 8.000,-- dotiert ist.

Anlässlich der 50. Kuratoriumssitzung der Werner Otto Stiftung im Oktober 1996 wurde das "Werner Otto Stipendium" zur Förderung des medizinisch-wissenschaftlichen Nachwuchses an der Universität Hamburg" eingerichtet. Mit dieser Einrichtung möchte die Werner Otto Stiftung einen Beitrag zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung an Hamburger Krankenhäusern leisten. Es soll vergeben werden für zeitlich besonders aufwändige und wissenschaftlich anspruchsvolle Doktorarbeiten, die an einer Institution des Fachbereiches Medizin der Universität Hamburg angefertigt werden. Dazu wird ein Gesamtförderungsbetrag von einer Million Euro von der Werner Otto Stiftung zur Verfügung gestellt. Das Werner Otto Stipendium wird seit 1997 jährlich vergeben. Die Vergabe erfolgt im Herbst jeden Jahres.

Stiftungsorgane
Organe der Werner Otto Stiftung sind das Kuratorium und der Vorstand:

Kuratorium:

Dr. Michael Otto (Vorsitzer)
Aufsichtsratsvorsitzender der Otto (GmbH & Co KG)

Prof. Dr. Bernhard Fleischer
Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin

Prof. Dr. Karl-Heinz Kuck
Asklepios Klinik St. Georg

Prof. Dr. Bernd Löwe
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

Prof. Dr. Guido Sauter
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

Prof. Dr. Rolf A. K. Stahl
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

Vorstand: Dr. Jürgen Bersuch

Stand: Januar 2012

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